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Gasthof Falken |
Zunfthaus


Wandteppiche


Zunftlaternen
Das Zunfthaus "Falken"
Die Gemeinde Wiedikon kaufte 1620 ein Haus, das genau dort stand, wo sich heute das Zunfthaus "Falken" befindet. Dieses Gebäude diente fortan als Schulhaus, dort fanden aber auch die Gemeindeversammlungen statt. Da politische Diskussionen immer Durst machen, erlaubte der Rat von Zürich, dass nach den Versammlungen ein "Stubenknecht" Getränke ausschenken durfte.
Aufgedeckter Zunftsaal
1842 ging der Wiediker Gemeinderat Abegg mit einem seltsamen Paket in eine Sitzung seiner Behörde. Er packte dort ein Wirtshausschild aus, das er eigenmächtig gekauft hatte. Dieses Wirtshausschild hat vorher die Weinschenke "Falken" geziert, die nahe der Falkenstrasse beim heutigen Bahnhof Stadelhofen gestanden hatte und damals liquidiert wurde. Der Gemeinderat war mit der Anschaffung einverstanden und nun bekam die Gemeindetaverne endlich einen richtigen Namen - den Namen, den das Haus bis heute trägt: "Falken".
Nachdem die Gemeinde Wiedikon den "Falken" 1880 auf einer Gant dem Gemeinderat Wilhelm Stäubli versteigert hatte, wechselten die Eigentümer in rascher Folge. 1895 wurde der Saaltrakt angebaut, in dem die Zunft zu Wiedikon heute ihre Hochfeste feiert.
1907 erwarb die Stadt Zürich, zu der Wiedikon seit der Eingemeindung 1883 gehört, die Liegenschaft und so gehört heute der "Falken" zu den städtischen Fiskalliegenschaften. Die Zunft zu Wiedikon geniesst nach wie vor ihr traditionelles Gastrecht. Kein eigenes Zunfthaus als Eigentümerin zu besitzen, mag für eine Zunft gewisse Nachteile haben. Andererseits ist die Zunft zu Wiedikon so von vielen Lasten und Sorgen befreit, die den Zünftern mit eigenen Zunfthäusern bisweilen schwer zu schaffen machen.



